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Markt Trappstadt

 

 

Gemeinde und naturräumliche Zugehörigkeit


Die Marktgemeinde Trappstadt liegt im Osten des Grabfeldgaus, ca. 7 km nordöstlich von Bad Königshofen i. Grabfeld. Sie weist eine Gesamtfläche von 2.580 ha auf und zählt insgesamt 1.012 Einwohner, die sich etwa zu gleichen Teilen auf die zwei Ortsteile Alsleben und Trappstadt aufteilen. Das Gemeindegebiet liegt vollständig im Naturpark Haßberge.

 
Geschichte Trappstadt

1269 wird Trappstadt erstmals urkundlich erwähnt. 1317 wird Trappstadt in einem Henneberger Güterverzeichnis genannt. Unter den Grafen von Henneberg wird auch das Alte Schloss - ein rechteckiger zweigeschossiger Renaissancebau - als Amtssitz errichtet. 1509 gründen Junker Balthasar von Truchseß und seine Gemahlin Elisabeth in Trappstadt die St. Anna-Bruderschaft, die nach Erlöschen in der Reformationszeit 1677 wieder auflebt. Noch heute erinnert das Annafest an das Wirken der Bruderschaft, deren Mitgliedereintragungen 1951 enden. 1525 wird ein Schloß der Schott von Schottenstein in Trappstadt durch den Bamberger Bauernhaufen niedergebrannt. 1700 wird neben dem vorhandenen Schloss ein zweiflügelige Ansitz - eine einfache Spätbarockanlage - errichtet. 1778 wird Trappstadt das Marktrecht verliehen. Vier Jahr- und dazu vier Viehmärkte dürfen fortan abgehalten werden. 1898 leben in Trappstadt 60 jüdische Mitbürger, die eine Synagoge besitzen. 1914 wird in der Gemeinde eine „Pfründer- und Kinderbewahranstalt“ eingerichtet, die der gebürtige Trappstädter Nivard Kirchner, Kommerzienrat in Hamburg, stiftet.


Alsleben


866 schenkt Nordmann dem Kloster Fulda Besitzungen in „villa Adalolfesleiba“. Der Ortsname Alsleben, das im Quellgebiet der Fränkischen Saale liegt, bedeutet „Erbgut des Adalolf“. 1604 erwirbt Fürstbischof Julius Echter von Sachsen die ehemaligen hennebergischen Besitzungen in Alsleben. 1700 lebt die vermutlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aufgegebene Wallfahrt zur hl. Ursula auf dem Kapellenberg nahe Alsleben wieder auf. Die bald immens gewachsene Wallfahrt zum Gnadenort wird während der Säkularisation 1803 verboten und 1815 wieder zugelassen. Die Kirche wird 1875/76 neu erbaut, nachdem der Vorgängerbau durch Blitzschlag eingeäschert wird. 1978 wird Alsleben nach Trappstadt eingemeindet.

 

Quelle: Reinhold Albert, Kreisheimatpfleger, Sternberg

Siedlungsentwicklung und Baukultur


Die Siedlungsentwicklung in Trappstadt entstand um das alte Schloss, welches noch heute besteht. Das in unmittelbarer Nähe befindliche Neue Schloss, ein Wasserschloss, befindet sich in Privatbesitz. Der Kernort von Trappstadt stellt sich als eine dichte Gemengelage dar, die in zeitlich verschiedenen Abschnitten erweitert wurde. Beim Bezirksentscheid von „Unser Dorf soll schöner werden“ gewann Trappstadt 2006 eine Bronzemedaille. Die sogenannte „Alte Burg“ in Alsleben, ein ehemaliges Burggut mit acht zugehörigen Gehöften, die noch heute zum Teil durch unterirdische Gänge verbunden sind, kann als Ausgangspunkt der Besiedelung Alslebens bezeichnet werden. Das Gebäude befindet sich heute in Privatbesitz. Als baukulturelle Besonderheiten der Marktgemeinde sind in Trappstadt über das Genannte hinaus noch das Torhaus zu erwähnen, in Alsleben die Dorfschmiede und die Kreuzkappelle sowie die Wallfahrtskirche St. Ursula auf dem Kapellenberg. Der frühere Gasthof „Schwarzer Adler“ in Alsleben wurde abgebaut und im Freilandmuseum in Fladungen in der Rhön wieder aufgebaut.

 
Gemeinbedarfseinrichtungen und Soziales

Trappstadt gehört dem Schulverband Untereßfeld, verfügt jedoch selbst über keine Schule mehr. In Trappstadt befindet sich ein Kindergarten, der von der Nivard-Kirchner-Stiftung betrieben wird. Darüber hinaus gibt es ein Wohnheim für Behinderte, welches vom Sozialwerk Neu-Aumühle unterhalten wird. Das Gästehaus bietet als Mehrzweckgebäude Möglichkeiten für Veranstaltungen und Vereinstreffen. Aus dem aktiven Vereinsleben ist besonders der Faschingsverein zu erwähnen.

 
Wirtschaft und Verkehr

In Trappstadt gibt es ein Gewerbegebiet, welches eine Reihe von Handwerksbetrieben beheimatet. In Alsleben ist die Spedition Schnauss ansässig, die hier 50 Fahrzeuge unterhält. Ziel der Gemeinde ist es, das Handwerk stärker in Wert zu setzen. Möglichkeiten der Nahversorgung sind in Trappstadt mit einer Metzgerei und zwei kleineren Läden in Ansätzen noch vorhanden. Von den zwei traditionsreichen Gaststätten, die es in Trappstadt gibt, ist eine geschlossen, während die andere noch stundenweise geöffnet hat. In Alsleben konnte nach umfangreicher Renovierung im Sommer 2011 der Gasthof "Grüner Baum" wiedereröffnet werden. Trappstadt ist über die Staatsstraße St 2282 nach Bad Königshofen i. Grabfeld angebunden, Alsleben über die Kreisstraße NES 45 an die B 279 bei Untereßfeld.

 
Landwirtschaft, Natur und Landschaft

Die Landwirtschaft ist auch in der Marktgemeinde Trappstadt in den letzten Jahren zurückgegangen. Unmittelbar an die ehemelige innerdeutsche Grenze anliegend, haben sich in der Gemeinde Trappstadt landschaftliche Strukturen und Standorte für seltene Pflanzenarten und Tiere halten können, die heute unter Schutz stehen. So wurden im Gemeindegebiet die Naturschutzgebiete Altenburg und Kapellberg ausgewiesen. Hier findet sich außerdem der "Grenzgänger-Wanderweg", den der Naturpark Haßberge 2009 eröffnet hat. Besonders erwähnenswert ist dabei die Mittelwaldwirtschaft, die im Gebiet der Altenburg auf 149 ha betrieben wird und größere Orchideenbestände aufweist. Die schweren Böden erlauben Tonabbau unterhalb der Altenburg. Auf der Gemarkung Alsleben befindet sich eine der beiden Quellen der Fränkischen Saale.

>> zur Homepage des Marktes Trappstadt

 

 

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