Gemeinde Großbardorf
 

Gemeinde und naturräumliche Zugehörigkeit


Die Gemeinde Großbardorf zählt derzeit 928 Einwohner und liegt mit einer Gesamtfläche von 1654 ha am südöstlichen Rand des Gebietes der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau. Aufgrund der geographischen Lage, relativ zentral zwischen Bad Königshofen i. Grabfeld, Bad Neustadt, Münnerstadt und Stadtlauringen (Landkreis Schweinfurt), orientiert sich Großbardorf in mehrere Richtungen. Großbardorf wurde im Jahr 2006 als „jüngste Gemeinde Unterfrankens“ auserkoren, mit einem Durchschnittsalter von 37,2 Jahren (zum Vergleich: Rhön-Grabfeld: 40,9 Jahre, Bayern: 41,5 Jahre; Quelle: Main-Post vom 14.03.2006). Die Gemeinde besteht nur aus dem Ortsteil Großbardorf. Naturräumlich liegt das Gemeindegebiet zwischen den Naturparken Haßberge und Bayerische Rhön.

 
Geschichte

Ca. 2.500 vor Christus ist die Gegend um Großbardorf bereits besiedelt. 789 wird „Pargthorfum“ (Dorf an der Barget) in der Karolingerzeit in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals genannt. 1305 fällt Großbardorf nach dem Aussterben der Grafen von Wildberg zur Hälfte an die Grafen von Henneberg und zur anderen an das Hochstift Würzburg. Großbardorf gehört fortan zum würzburgischen Amt Wildberg. 1609, 1724 und 1887 ereilen große Brandkatastrophen, bei denen zahlreiche Menschen ihr Leben verlieren, den Ort. 1614/15 wird unter Fürstbischof Julius Echter eine neue Kirche errichtet, deren Langhaus 1790 erweitert wird. Von 1618 bis 48 wird Großbardorf im Verlauf des 30jährigen Kriegs beraubt, geplündert und abgebrannt.


Quelle: Reinhold Albert, Kreisheimatpfleger, Sternberg


Siedlungsentwicklung und Baukultur


Großbardorf sieht sich hauptsächlich als Wohngemeinde. Es stehen noch Wohnbauflächen zur Verfügung, aber auch Flächen für gewerbliche Bauten. Im Zuge des  Dorferneuerungsverfahrens wurde der historische Ortskern saniert, erwähnenswert sind vor allem die Untere Dorfstraße aufgrund ihrer erhaltenen Strukturen sowie der Kirchhügel. Die Hochwasserfreilegung und der ökologische Gewässerausbau der Barget sind ein wichtiger Baustein für die neuere Ortsentwicklung.

 

 

Gemeinbedarfseinrichtungen und Soziales

In Großbardorf gibt es noch eine Grundschule mit Turnhalle. Ein Schulverband besteht gemeinsam mit Sulzfeld und Großeibstadt mit Sitz in Sulzfeld. Darüber hinaus gibt es einen zweigruppigen Kindergarten. Eine Vielzahl von aktiven Vereinen stützt das Zusammenleben und übernimmt auch den größten Teil der Jugendarbeit in der Gemeinde. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind der TSV Großbardorf, mit einer in der Bayernliga spielenden Fußballmannschaft, sowie der örtliche Reit- und Fahrverein.

 
Wirtschaft und Verkehr

Die Wirtschaftsstruktur Großbardorfs setzt sich überwiegend aus Handwerksbetrieben zusammen, davon drei Betriebe im Bauhauptgewerbe. Durch den Bau der Autobahn A 71 und dem Gewerbegebiet in Wülfershausen erhofft sich die Gemeinde positive Impulse für die gewerbliche Entwicklung in der Gemeinde, z. B. im Bereich der Zulieferung. Die Grundversorgung der Bevölkerung kann als gut bezeichnet werden. Über die Staatsstraße St 2282 ist Großbardorf an die Stadt Bad Königshofen i. Grabfeld angebunden.

 
Landwirtschaft, Natur und Landschaft

Die Situation der Landwirtschaft in der Gemeinde kann als gut bezeichnet werden mit derzeit noch acht Vollerwerbsbetrieben. Im Bereich der regenerativen Energien kann Großbardorf überregional beachtete Pilotprojekte vorweisen, wie z. B. eine Photovoltaik-Freianlage (1 MW) und die von Großbardorf aus organisierte Biogasanlage, die die Frankentherme in Bad Königshofen i. Grabfeld mit Wärme versorgt. Die Nähe zum Kloster Maria Bildhausen mit Golfanlage wird als positiv für das Naherholungsangebot wie auch für die touristische Angebotsstruktur bewertet.

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Aktuelles

Anschrift
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Josef-Sperl-Straße 3
97631 Bad Königshofen im Grabfeld

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